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Kräuter im Kinderzimmer

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Erst über den Umweg als Lehrerin fand Sonja Schwarzhans ihre Liebe zu Kräutern. In Hittisau baut sie an, verkauft wird in 15 verschiedenen Geschäften in Vorarlberg und dem Allgäu. Mittlerweile lehrt sie neben Erwachsenen auch Kindern in Workshops die Liebe zu den duftenden Pflanzen.

Nie hätte sie gedacht, dass Kräuter und Kräutersalz, das ihr Vater schon lange nach einem alten Familienrezept herstellt, einmal auch ihr Leben sein würden: „Ganz im Gegenteil“, sagt Sonja Schwarzhans und lacht. „Als Kind konnte ich Gartenarbeit nicht leiden.“ Also ist sie Mittelschullehrerin geworden und hat in Lauterach 13 Jahre lang mit großer Freude Mathematik und Musik unterrichtet. Dann kamen ihre Söhne Luca und Timo auf die Welt und sie begann, ihrem Vater Reinhold Eberle im Garten zu helfen. So hat sie ihre Liebe zu den Kräutern entdeckt: „Die Arbeit draußen erdet mich und erfüllt mich mit enormer Zufriedenheit.“

2009 haben Vater und Tochter dank steigender Nachfrage begonnen, Kräutersalz in größeren Mengen herzustellen, 2017 wurde der SONI-Kräutergarten neu gestaltet und erweitert. Heute gibt es zwanzig sauber mit Metallkanten umrahmte Beete und eine kleine, moderne Werkstatt, vor deren Glasfront sich die weite Graslandschaft der Hittisauer Ebene ausbreitet. Hier, auf 800 Meter Seehöhe, wachsen die Kräuter langsam, was ihre ätherischen Öle besonders intensiv macht. Man findet Bekanntes wie Zitronenmelisse, Oregano oder Petersilie, aber auch Seltenes wie Rosenweihrauch, Anis-Ysop oder Pfeffersalbei. Nach der Ernte werden die nach streng ökologischen Kriterien angebauten Kräuter geschnitten und in breiten Holzschubladen in Sonjas ehemaligem Kinderzimmer getrocknet. Dann harren sie am Dachboden ihrer Verarbeitung in der Werkstatt. Knapp 3.000 Gläser Bregenzerwälder Kräutersalz produzieren Sonja und Reinhold pro Jahr, ganz ohne Geschmacksverstärker, Haltbarmacher oder Rieselhilfen. Ebenso viel Elan und Herzblut wie beim Gärtnern zeigt die fröhliche Vierzigjährige beim Experimentieren: „Unser Fleisch-, Pasta- und Käsegewürz, aber auch die Rezepturen für Suppenkräuter, für Essig, Liköre und Tee habe ich selbst entwickelt.“ Erhältlich sind die SONI-Produkte nicht nur im kleinen LONI Laden, den ihre Mutter Annemarie und ihre Schwester Melanie zwei Häuser weiter beim Sparmarkt Hittisau betreiben, sondern auch in rund 15 anderen Geschäften im Bregenzerwald, in Dornbirn und Feldkirch, aber auch in Balderschwang, Immenstadt und Oberstdorf. Ihre grüne Leidenschaft und ihr umfangreiches Wissen gibt Sonja Schwarzhans längst auch an andere weiter. Nicht nur in Workshops für Erwachsene: Seit einem Kurs für „Schule am Bauernhof“ verbindet sie ihren alten mit ihrem neuen Beruf: „Nichts ist schöner, als jungen Menschen den Weg der Pflanzen von der Erde in die Küche zu vermitteln!“

Autorin: Babette Karner
Ausgabe: Reisemagazin Bregenzerwald – Sommer 2020

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