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Ein Poet des Metalls

Ein Poet des Metalls

Traditionelles Handwerk mit innovativen Ideen beschränkt sich im Bregenzerwald nicht nur auf den Werkstoff Holz.

Dietmar Bechter aus Hittisau zeigt mit seiner vor zwei Jahren gegründeten Firma, was Metall so alles kann Gibt man auf Google „Dietmar Bechter“ ein, findet man so gut wie nichts über ihn. Selbst auf seiner Homepage erfährt man gerade einmal Adresse und Telefonnummer seiner Firma Waldmetall in Hittisau. Keine Fotos, keine Referenzen.

Fragt man hingegen im Gasthaus am Stammtisch nach ihm, weiß jeder etwas über ihn zu sagen. Fleißig sei er, außerdem verlässlich. Und sehr genau bei seiner Arbeit, weiß ein anderer, während alle Zustimmung murmelnd nicken. Tatsächlich gewinnt Dietmar Bechter seine Kunden zum Großteil über Mundpropaganda. „Für Internetwerbung hab ich im Moment auch einfach keine Zeit. Obwohl man das natürlich machen sollte, bevor man keine Arbeit mehr hat.“ Doch Arbeit hat der 27-jährige Schlossermeister momentan genug.

 

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Noch während er mit den Bauarbeiten an seiner neuen Betriebshalle beschäftigt ist, beauftragt die Gemeinde Krumbach den damals erst 25-Jährigen mit der Umsetzung der vom belgischen Architektenbüro dvvt entworfenen Bushaltestelle für das Projekt bus:stop in Krumbach: Eine Stahlkonstruktion, die, so liest man in der Beschreibung, „einen poetischen Akt der Faltung von dreieckigen Flächen“ darstellt. Handwerklich gesprochen heißt das für Dietmar Bechter: Wie schweiße und montiere ich vier massive Stahlplatten so zusammen, dass dieses acht Tonnen schwere „Stahlzelt“ die vom Architekten gewünschte „poetische Leichtigkeit“ bekommt? Das Ergebnis mit den versenkten Stützen kann man nun in Krumbach betrachten (und als Unterstand nutzen).

Auch private und gewerbliche Kundschaft bleibt nicht lange aus. „Ich habe, seit ich angefangen habe, immer zu viel Arbeit. Das ist super.“ Auch wenn das im Alltag heißt, statt der bisherigen „nur“ zehn jeden Tag nun mindestens zwölf Stunden in der Werkstatt zu stehen. Manchmal auch am Wochenende.

Ja gesagt hat der Hittisauer auch zur Ausbildung zum Metallbearbeitungsmeister, Mechatronikmeister und Schweißwerksmeister und damit zu Fertigkeiten, die ihm ein breit gefächertes Auftragsangebot einbringen. Dazu gehört die Herstellung eines Geländers oder einer Wendeltreppe ebenso wie der Wegmarkierungen in Form edelrostiger Säulen für den Umgang Bregenzerwald sowie die Gestaltung eines Verkaufstresens aus Messing oder ab und zu auch die Reparatur einer Pfanne mit abgebrochenem Stiel. Wobei: „Wahnsinnig scharf aufs Pfannenflicken bin ich nicht.“ Trotzdem ist es gerade die Abwechslung, die Dietmar Bechter an seinem Beruf so gefällt.

 

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Jedes Projekt muss neu überlegt werden, Serienanfertigungen gibt es praktisch keine. Im Sommer 2015 hat er bei einem Wanderweg in Sibratsgfäll mitgearbeitet. Die von den Architekten Innauer/Matt und Super BFG entworfene Georunde Rindberg macht den seit 1999 unaufhaltsam sich bewegenden Berghang für Besucher sicht- und spürbar. Für das Projekt wurde, so Sven Matt, „ein junger, motivierter und guter Handwerker gesucht“. In Dietmar Bechter haben sie ihn gefunden. Auf dem einstündigen Wanderweg hat der Schlosser ein Haus aus Edelstahl schräg in den Hang gebaut und im Boden Kreuze eingesetzt. Sie zeichnen die Abwärtsbewegung der örtlichen Marienkapelle nach.

Die Berge haben es Dietmar Bechter auch in seiner knappen Freizeit angetan. Am liebsten geht er im Sommer ins Lecknertal auf die Alpe seiner Eltern und hilft bei der Landwirtschaft mit. Auch wenn das dann heißt, dass er dafür bis in die Nacht in der Werkstatt ist. Auf die Frage, wieso er das Mehr an Freizeit von früher gegen die Selbstständigkeit eingetauscht hat, überlegt Dietmar Bechter trotzdem nicht lange: „Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht gern in die Werkstatt gehe. Ich arbeite einfach gern.“

Autorin: Michaela Bilgeri
Ausgabe: Reisemagazin Sommer 2016

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