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Kirche Frühling © Tourismusverein Egg / Egg Tourismus

Kirchen erkunden

Kirchen erkunden

In den Kirchen im Bregenzerwald lässt sich so mancher kunsthistorische Schatz entdecken. Historische Sakralbauten gibt es ebenso wir sorgsam modernisierte und ganz moderne.

  • Ein kulturhistorisches Kleinod ist zum Beispiel die Kirche von Damüls. In dieser Bergkirche beeindrucken besonders die Wandfresken aus dem 15. Jahrhundert, die eine Armenbibel darstellen.
  • Die ursprünglich gotische Kirche von Au wurde Ende des 18. Jahrhunderts barockisiert und vergrößert. Am Werk war ein Nachkomme der bekannten Auer Barockbaumeisterschule, deren Vertreter einige der bekanntesten Kirchen und Klöster im Bodenseeraum errichteten.
  • Eindrucksvolle Werke sind die Apostelbilder in der Kirche in Schwarzenberg: Gemalt hat sie 1757 die damals 16-jährige Angelika Kauffmann, die heute zu den großen Malerinnen der Barockzeit zählt und schon zu Lebzeiten ein „Star“ war.
  • Im Deckengemälde der Kirche Hittisau überrascht das Antlitz von Sir Winston Churchill. 1941 verewigte der Maler Waldemar Kolmsberger den damaligen Premierminister Großbritanniens im Zuge der Verdammten.
  • Im frühen 19. Jahrhundert wirkte Alois Negrelli, der Planer des Suezkanals, an der Vergrößerung und Ausgestaltung der Kirche in Sulzberg mit. Sie ist eine der wenigen Kirchen in Vorarlberg, die im Empirestil gebaut sind.
  • Für die einfallsreiche Renovierung wurde die Pfarrkirche Lingenau 2012 mit dem Pilgram-Preis ausgezeichnet. Gestalterisches Element im Kirchenraum ist ein 280 Jahre alter Olivenbaum. Von seinen Wurzeln entspringt ein kleiner Wasserlauf, der den Jordan symbolisiert. Der Altar besteht aus 12 Steinblöcken, die alle aus der Region stammen.
  • Ganz modern zeigt sich die Kapelle Alpe Niedere oberhalb von Andelsbuch. Den schlichten Holzbau planten die bekannten Vorarlberger Architekten Cukrowicz Nachbauer. 2009 wurde die Kapelle mit dem Bauherrenpreis der österreichischen Zentralvereinigung der Architekten ausgezeichnet.
  • 2016 eröffnet wurde die Kapelle Salgenreute in Krumbach. Den Stein- und Holzbau mit spitzem Dach und Schindelfassade hat der Vorarlberger Architekt Bernardo Bader entworfen.
Kapelle Niedere © Ian Ehm / friendship.is
Kapellenweg Hittisau Riefensberg Sibratsgfäll © Othmar Lässer / Bregenzerwald Tourismus
Kirche Schwarzenberg © Alois Metzler / Bregenzerwald Tourismus
Niederälpele © Alois Metzler / Bregenzerwald Tourismus
Kirche_rosa Blumen_Alois Metzler © Alois Metzler / Die Bilder befinden sich im Besitz der Bregenzerwald Tourismus GmbH. Alle urheberrechtlichen Verwertungsrechte sind bei diesem. Bregenzerwald Tourismus stellt die Bilder zur Veröffentlichung in Medien im Zusammenhang mit touristischen Themen aus dem Bregenzerwald honorarfrei zur Verfügung, ebenso für Werbepublikationen von Bregenzerwälder touristischen Organisationen. Jegliche kommerzielle Nutzung (zB für Kalender, Bücher, Ansichtskarten oder sonstige Produktwerbung außerhalb der Tourismusbranche) ist nicht

Meisterwerke von der Romanik bis zum Barock

In Vorarlberg und rund um den Bodensee gibt es eine Reihe von besonderen Kirchen. Die großartigen barocken Kirchen und Klöster wurden allesamt von Meistern aus dem Bregenzerwald gebaut.

Unter den zahlreichen Kirchen in Vorarlberg sticht die Basilika Rankweil besonders hervor. Das ursprünglich als Wehrkirche gebaute Gotteshaus steht auf einem Inselberg mitten im Ort. Die Liebfrauenkirche mit gotischen und barocken Elementen ist seit jeher ein wichtiger Marien-Wallfahrtsort.

Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen die romanischen Kirchen auf der Insel Reichenau. Die Insel, bekannt auch für den Gemüseanbau, liegt nahe bei Konstanz im Bodensee.

Die Werke der Bregenzerwälder Barockbaumeister

Nach dem 30-jährigen Krieg begann in Mitteleuropa eine rasante Aufbauphase. Die überschwängliche Barock-Architektur jener Zeit widerspiegelt die neu gewonnene Lebensfreude. Einige der prachtvollsten Barockkirchen in Süddeutschland, der Schweiz und sogar im Elsass wurden im 17. und 18. Jahrhundert von Baumeistern und Handwerkern der Bregenzerwälder Barockbauschule errichtet. Die meisten Baukünstler entstammten der „Auer Zunft“.

Die Idee, eine solche Zunft zu gründen, hatte Michael Beer. Um 1650 gründete er die „Auer Zunft“. Sie vereinte Baumeister, Maurermeister, Zimmerleute, Steinmetze und Stuckateure. Fast die gesamte männliche Bevölkerung in Au und Schoppernau verdiente zu jener Zeit ihren Lebensunterhalt im Bauhandwerk.

Als ein Erfolgsfaktor der Auer Zunft galt die enge persönliche Verbundenheit ihrer Mitglieder – sie waren großteils untereinander verwandt. Es gab Fortbildungsmöglichkeiten und Altersversorgung. Über Generationen hinweg waren dieselben Familien führend. 53 Meister trugen den Namen Moosbrugger, 33 hießen Beer, sieben Thumb und sieben Kuen.

Zu ihren herausragenden Werken zählen

  • das Kloster und die Wallfahrtskirche Birnau (D), malerisch schön am Bodensee zwischen Meersburg und Überlingen gelegen
  • das Benediktinerkloster und die Kirche in Einsiedeln (CH) im Kanton Schwyz. Anziehungspunkt für Pilger und Besucher ist die Schwarze Madonna in der Gnadenkapelle
  • von barocker Leichtigkeit und in zarten Farben präsentiert sich die Stiftskirche in St. Gallen (CH). Das Ensemble mit Klosteranlage und sehenswerter Stiftsbibliothek zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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