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Wie es am Himmel zu grünen begann

Wie es am Himmel zu grünen begann

Wie es am Himmel zu grünen begann

Die Familie Heidegger hat ihr Unternehmen Himmelgrün aus dem Nichts zu einem florierenden Familienbetrieb gemacht. Ihr Mut, auf ein recht unbekanntes Produkt zu setzen, und ihr Gespür für die wachsende Bedeutung von gesundheitsfördernden Angeboten haben sie zu ihrer erfolgreichen Kissenproduktion gebracht.

Er stand vor dem Nichts. Arthur Heidegger arbeitete als Geschäftsführer einer alteingesessenen Klöppelspitzenfabrik in Egg, als sie 1998 zugesperrt wurde und die Maschinen nach China verkauft wurden: „Ich war Anfang vierzig mit zwei kleinen Söhnen, einem neuen Haus, dementsprechend Schulden – und hatte plötzlich keine Arbeit mehr.“ Aus dieser Notlage heraus haben Arthur und Waltraud Heidegger die Firma Himmelgrün gegründet: Mit ihren Naturkissen werden heute knapp 300 Hotels sowie der Fach- und Onlinehandel in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien beliefert. Naturkosmetik, Räucherwerk und Nahrungsergänzungsmittel ergänzen mittlerweile das Sortiment.

„Damals standen wir mit dem Rücken zur Wand – und haben nach vorne geschaut“, erinnert sich Arthur Heidegger: „Ich kannte mich in der Textilindustrie aus, meine Frau hat sich immer schon intensiv mit Natur und Gesundheit beschäftigt. Also haben wir beschlossen, unser Wissen in einem eigenen Naturprodukt zu verbinden.“ Unter dem Motto „Mit der Natur Gutes schaffen“ begann das Ehepaar Heidegger, Kissen mit Naturfüllungen aus Dinkelspelzen, Hirseschalen, Kirsch- und Traubenkernen herzustellen, denen sie selbstgesammelte Kräuter beimengen. Bald okkupierten die Rohstoffe die Garage, gearbeitet wurde im Wohnzimmer und am Küchentisch: „Überall lag Material“, lacht Arthur, „und jeder hat mitgeholfen, die ganze Familie, zwischen Kochen und Hausaufgaben machen.“

Auch die Söhne Pascal und Philipp, damals acht und zehn Jahre alt. Das erste Jahrzehnt war hart, entsinnt sich Arthur: „Unsere Kissen waren zwar weltweit einzigartig – aber nur wenige hatten damals das Naturverständnis dafür. Die Vermarktung bestand aus viel Aufklärungsarbeit. Aber wir haben nie aufgegeben, und das Bewusstsein für unsere Produkte ist stetig gewachsen.“ Seit 2006 residiert die Firma Himmelgrün in einem großen, mit hellem Holz verkleideten Fabrikgebäude gleich am Ortseingang von Egg, „das sich inzwischen zum Gesundheitshaus gemausert hat“, wie Waltraud Heidegger meint. Bis heute ist Himmelgrün ein Familienbetrieb geblieben.

2014 sind auch die beiden Söhne Philipp und Pascal in die Firma eingestiegen. Vater Arthur kümmert sich um Einkauf, Verkauf und Logistik, Mutter Waltraud um die Kräuter sowie um das Messe- und Produktdesign. Philipp, mit 32 Jahren der ältere der beiden Söhne und eigentlich gelernter Autoverkäufer, wacht besonnen über Finanzen, Fakturierung und Auftragsabwicklung. Pascal, 30, ausgebildeter Koch, hat die Kräuterleidenschaft seiner Mutter geerbt und ist die interne Forschungs-, Ideen- und Entwicklungsabteilung.

Nachhaltige Rohstoffe, eine klimaneutrale Herstellung und umweltfreundliche Verpackungsmaterialien sind bei Himmelgrün Teil der Philosophie – wie auch soziale, integrierte Arbeitsplätze. Bis heute produziert Himmelgrün Kissen und Kosmetik ausschließlich regional. Nicht nur Hotelgäste können auf Himmelgrün- Polstern schlafen: Auf der Website und auch im Shop in Egg kann sich jeder sein ganz persönliches Wunschkissen zusammenstellen. Füllungen aus weichen Hirseschalen, stabilen Urdinkelspelzen oder wohlriechenden Zirbenspänen können individuell mit Kräutern wie Bergheu, Ringelblumen, Arnika, Salbei, Lavendel, Thymian, Johanniskraut oder Hanfblüten kombiniert werden.

„Unsere Kräuter haben Arzneibuchqualität und eine sehr hohe Wirksamkeit. Auch wenn der intensive Geruch mit der Zeit verfliegt, bleiben die Kräuter über Jahre hinweg aktiv“, sagt Pascal: „Die Körperwärme regt ihre Wirkung jede Nacht aufs Neue an.“ Hatten die beiden Söhne Himmelgrün immer schon als Beruf im Hinterkopf? „Ja!“, sagt Pascal. „Nein!“, sagt Philipp. „Wir haben niemanden zu etwas gezwungen“, lacht Arthur. Die Arbeit in einem Familienbetrieb hat viele Vorteile, da sind sich alle einig: „Ob tolle Ideen und totale Zweifel: Als Familie wirft man sich alles viel unbekümmerter an den Kopf“, meint Philipp. Vater Arthur ist vorsichtiger: „Dafür braucht es untereinander auch sehr viel Toleranz.“ 2020 haben die Eltern ihre Firma den beiden Söhnen überschrieben. Hat die Verantwortung die Brüder verändert? Philipp nickt: „Wir wägen unsere Ideen heute viel genauer ab. Denn wir wissen, wir müssen auch die Konsequenzen tragen.“

Autorin: Babette Karner
Ausgabe: Reisemagazin Winter 2021-22

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