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Langlaufen Grenzlandloipe zwischen Balderschwang und Hittisau © Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus
C Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus

Sie laufen, wenn andere schlafen

Sie laufen, wenn andere schlafen

Eine Gruppe von Frauen aus Sibratsgfäll hat im Winter ein gemeinsames Ritual gefunden. Frühmorgens brechen sie auf, um auf der Grenzlandloipe zwischen Balderschwang und Hittisau ein ganz besonderes Naturerlebnis zu genießen.

Die Grenzlandloipe von Hittisau bis nach Balderschwang, für den klassischen Stil wie für Skating ausgelegt, sei ein Traum, finden die Frauen. Kurz nach vier Uhr nachmittags. Acht Frauen mit dem Wunsch nach Gemeinschaft, Bewegung und Erholung pflegen seit sechs Jahren ein wöchentliches Ritual, ersonnen an einem Wirtshaustisch. Angestoßen von Marlene, der Sibratsgfäller Ortsbäuerin: „Wenn es Schnee hat, sind wir auf der Loipe. Wer Zeit hat, geht mit. Bei jedem Wetter. Wir haben diese wunderschöne Loipe, und Langlaufen ist ein Ausgleich zum oft eintönigen Alltag. Arbeit und Ausreden, warum es sich nicht ausgeht, gibt es genug, doch in der Gruppe verlieren sie an Kraft. So haben wir uns auf den fixen Tag geeinigt, an dem wir auf die Loipe gehen, auch bei dichtestem Schneefall.“ Ohne die Gruppe zöge da niemand los. 

Skating in Hittisau © Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus
C Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus

Es ist auch ein Zusammenkommen von Frauen der Gemeinde, die sich sonst selten begegnen. Das fördert den Zusammenhalt. „Anfangs waren wir zu fünft, dann kamen immer mehr dazu. Fitness ist ein Aspekt, sich gesund halten. An Tagen, an denen wir vormittags schon Langlaufen waren, gehen wir zufriedener und mit Schwung in den Alltag. Und noch nie stand eine allein da.“ Langlaufen bedeute für die Frauen auch Inklusion. Für Langlauf sind keine enormen Voraussetzungen nötig, ökonomisch und zeitlich ist die Sportart zugänglicher als Skifahren. Ungefährlicher auch. „Wir sind nicht mehr die jüngsten Hasen – die Älteste von uns ist sechzig.“  Den Kern der Gruppe bildet Claudia. Sie betreibt den Sport seit Kindertagen und zeigt den anderen, wie es richtig geht. Ihr Vater war stets auf der Loipe anzutreffen oder auf Langlaufrennen. Er nahm die Kinder mit, und sie blieben dabei. „Es mag kitschig klingen“, sagt Claudia, „doch ich habe die größte Freude daran, meine Begeisterung und Technik an die Frauen weiterzugeben.“ Beim Langlauf spielen Muskeln, Ausrüstung und Umwelt eine Rolle. „Es sind schöne, gleichmäßige Bewegungen. Man kommt vorwärts und hat Zeit, nach links und rechts zu schauen. Anstrengend – und zur selben Zeit entspannend.“

C Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus

Überwindung sei es manchmal schon, doch für das „saugute“ Gefühl lohne es sich. Besonders in den Morgenstunden verspüre man eine besondere Magie. „Während sich die meisten noch im Bett wälzen, liegt vor uns die frische Loipe. Du riechst den Schnee auf den Tannen. Das Frühaufstehen wird belohnt, und wenn der große Schwung an Laufenden kommt, sind wir schon wieder fertig.“ Die Grenzlandloipe von Hittisau bis nach Balderschwang, für den klassischen Stil wie für Skating ausgelegt, sei ein Traum, finden die Frauen. „Es wird gut auf sie geschaut. So kommen alle auf ihre Kosten. Eine Nebenstrecke ist obendrein bis zehn Uhr nachts beleuchtet, ideal eben. Und Balderschwang ist sehr schneesicher. Wir laufen oft bis Ostern, wenn uns die in Dornbirn das schon gar nicht mehr glauben.“

Langlaufen Grenzlandloipe zwischen Balderschwang und Hittisau © Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus
C Adolf Bereuter - Bregenzerwald Tourismus

Claudia erklärt, wie sie den Frauen zu Beginn ihr Wissen vermittelt. Theorie geht direkt in Praxis über. „Wir starten mit einer Technikeinheit. Abfahrt, Spurwechsel, Doppelstocktechnik, der Umgang mit Stürzen. So bauen wir Sicherheit auf. Noch nie ist etwas Ernstes passiert, höchstens ein lustiger Sturz. Danach laufen wir die Runde, zehn Kilometer sind es immer, eher mehr. Es geht nicht primär darum, Kilometer abzuspulen. Die Freude hält uns am Ball.“ Ihr Ausgangspunkt ist meist der Schwabenhof in Balderschwang. Dort verläuft die Loipe vorerst am Wald entlang. Es entsteht ein idyllischer Klangteppich aus Naturgeräuschen und dem Gleiten der Ski auf Eis. Hinter einer Passage durch den Wald beginnt der Kampf in einer Schleife hügelauf. Das Licht der Sonne fällt flach durch den Wald, Zeit zum Erholen und Staunen: „Haben wir es schön!“ Dann geht’s abwärts, im Sicherheitsmodus oder in der Hocke – Schuss. Die Strecke den Bach entlang ist etwas kühler und länger, aber wunderschön. Es lohnt sich. Man schwitzt und strengt sich an, ist aber nicht fix und fertig. Der Körper schüttet Endorphine aus, von denen man den restlichen Tag lang zehren kann. Ein gelegentlicher Einkehrschwung ist ihnen auch wichtig. „Das können wir auch. Ohne das gemütliche Zusammensitzen wären wir gar nicht erst hier.“ Die Frauen betrachten ihre Loipe als Bühne für soziale Interaktion und nehmen sich dafür Zeit. So ist für sie das Langlaufen zum Fixpunkt geworden. „Wir ziehen uns gegenseitig mit und am Ende gibt es allen sehr viel.“

Autorin: Christina Düringer
Ausgabe: Reisemagazin Bregenzerwald – Winter 2023-24

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