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16.03.16_0318

Form im Wald

Form im Wald

Isabella Natter-Spets vom designforum Vorarlberg schreibt über altes und neues Design im Bregenzerwald.

Normalerweise ist ein Klapptisch immer ein Kompromiss. Was er an Funktionalität und platzsparender Lagerung bietet, büßt er an Ästhetik, Form und Materialität ein. Ganz zu schweigen von den schwergängigen, laut einrastenden Arretierungen. Es macht dieses laute, unschöne „Kabumm!“, das jeder kennt, der schon einmal Bierbänke oder Seminarraum-Mobiliar aufgestellt oder geholfen hat, einen Festsaal zu „bestuhlen“.

Manchmal aber ist ein Klapptisch nicht nur funktional, sondern formschön, ganz aus Holz und verfügt über einen genial einfachen Tischbein-Drehmechanismus, der – tak tak – schnell und in einem eleganten Handgriff aus einer Fichtentischplatte Eschenholzbeine wachsen lässt. „Taktak“ und schon steht er da: ein Tisch, der ganz ohne aufwändige Beschläge und schweres Gewicht auskommt. An dem acht Personen Platz finden. Der viel leichter ist als gewöhnlich. Und der zwar klappbar ist, aber keineswegs klapprig. Wer hat ihn erfunden? Da muss man in der Schweiz suchen.

Fündig wird man in St. Gallen bei Ueli Frischknecht, Designer, Architekt und Schreiner. Seit 2011 hat er einen engen Bezug zum Bregenzerwald. Frischknecht, der nicht nur entwirft, sondern auch Einzelobjekte fertigt, war auf der Suche nach einem Partner. Er sollte in handwerklicher Qualität und auf Augenhöhe mit ihm Entwürfe zur Serienreife führen. Beim Werkraum Bregenzerwald verweist man ihn an die Tischlerei Mohr – eine Firma mit viel Erfahrung im Massivholzmöbelbau. Dort lernt er Anton Mohr kennen.

Anton Mohr, sagt Ueli Frischknecht, gehöre zu der Art von Leuten, die er sehr schätze: Leute, die probieren, wagen und sich etwas trauen. „Ich bin selber Schreiner, aber Mohrs Erfahrung ist viel größer, seine Überarbeitung von Taktak war entscheidend für das gute Endergebnis. Anton hat ein gutes Auge und einen guten Geist.“ Dann grinst er und fügt hinzu: „Und er hat eine klare Meinung. Ich hatte eine Tischbock-Lösung. Anton war aber gar nicht überzeugt. Er hatte einen Klapptisch im Sinn.“ Taktak ist das Ergebnis. Sein Mechanismus basiert auf der Drehbewegung einer schräggestellten Zarge, die es erlaubt, dass die Tischbeine eingeklappt parallel und aufgeklappt ausgestellt sind. Außergewöhnlich für einen Klapptisch. Und formschön. „Ich denke gern darüber nach, mit welchen Dingen sich die Menschen umgeben und wie sie damit leben“, meint Frischknecht. „Der Leitgedanke hier war: Wie kann ich einen Klapptisch entwerfen, der Freude macht und ein nobles Gefühl gibt, wenn man ihn aufstellt? Was ist eine nachvollziehbare, sinnvolle und angenehme Lösung?“ Gemeinsam mit Mohr wurde an der Verschraubung, den Neigungen und Dimensionen gearbeitet, bis ein für beide gutes Ergebnis erreicht war.

Das Gemeinsame ist es auch, was Ueli Frischknecht am Werkraum Bregenzerwald fasziniert: „Es ist eindrücklich zu sehen, was dort in Gemeinschaft mit viel Leidenschaft, Vertrauen und Können möglich ist.“

Autorin: Isabella Natter-Spets
Ausgabe: Reisemagazin Winter 2016-17

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