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Zehn Gebote zum Genuss

Zehn Gebote zum Genuss

Unser Autor ist auf den Berg (die Kanisfluh natürlich) gestiegen, hat dort eine Offenbarung erfahren und bringt uns nun die Zehn Gebote Bregenzerwälder Genusskultur herab.

Wenn ich daran denke, wie viel Genuss, Freude, Geselligkeit und positive Gefühle ein gemeinsames Mahl auslösen kann, sollten eigentlich Gastwirte das Sagen in vielen Belangen haben. Sie kennen höchstens bei Kostenkalkulationen Grenzen und Verbote, weniger in Köpfen und auf Landkarten. Was uns unmittelbar in den Bregenzerwald bringt, denn gerade hier hört das Denken nicht am Tellerrand auf. Dass eine Einkehr in dieser Region tatsächlich Wunder bewirken kann, wird jedem bewusst, der sich darauf einlässt. Dazu gebe ich gern auf missionarische Art und Weise seelischen Beistand. Hier sind sie also, meine in Stein(ofenbrot) geschnittenen zehn kulinarischen Gebote für den Bregenzerwald.

I. Du sollst auf die Herkunft achten! Schulhus, Krumbach

Welch Schindluder mit unserem Essen getrieben wird, wissen wir nicht erst durch einschlägige Aufdeckermedien. Ein Besuch bei Familie Strahammer wirkt nicht nur in dieser Hinsicht wie Balsam auf die Seele und lässt einen wieder an das Gute in der Gastronomie glauben. Kaum etwas auf der Karte, das nicht selbst gesammelt, gepflanzt und gezüchtet wurde. Zumindest aber ist die Herkunft des Produktes bekannt und nachgewiesen. Was Gabi Strahammer in der Küche, bei Genuss-Veranstaltungen oder beim Tafeln im Haus am Moor damit anstellt, ist bei der Schlichtheit der Präsentation erschreckend köstlich. Denn die „Frau ohne Schäumchen“ braucht seit mittlerweile 25 Jahren keine überflüssigen Zutaten oder Aromen. Die paar Komponenten sind schlichtweg so, wie sie sein sollten. Damit muss man als bekennender Esser in Zeiten von Geschmacksüberfrachtung erst einmal umgehen können. Wenn dann auch noch Gatte Herbert mit Weinen auftaucht, die Kenner und Neulinge gleichermaßen in den siebten Himmel führen, möchte man hier am liebsten auf die Ewigkeit warten.
www.schulhus.com

II. Du sollst die Familie ehren! Gasthof Adler/Hotel Rössle, Au

Es gibt sie tatsächlich. Das Wälder Pendant zu den Waltons. Auch wenn sie statt John-Boy, Mary-Ellen und Jim-Bob passenderweise Tone, Michaela oder Annemarie heißen. Familie Simma präsentiert eine derart erfrischende und herzliche Gastlichkeit, dass sie jeden Gast im Nu für sich einnimmt. Die oftmals so aufgesetzt wirkende Mischung aus Tradition und Moderne ist bei dieser Familie, beim Essen und Einrichtungsstil authentisch und begeisternd – was sie auch mit dem Umbau des Rössle bewiesen haben. Nur in der Küche kann es nicht mit rechten Dingen zugehen. Gerade die Wildgerichte von Tone gehören verboten, wecken sie doch die pure Fleischeslust – unerhört!
www.adler-au.at

III. Du sollst das Vergangene nie vergessen! Nazes Hus, Mellau

Könnte Holz doch nur sprechen! Welche wunderbaren Geschichten würden uns dann wohl die jahrhundertealten Balken und Dielen dieses idyllischen Häuschens erzählen? Von rauschenden Festen mit stimmiger Musik, dampfenden Töpfen mit deftig-köstlicher Hausmannskost, einkehrenden Wanderern, die sich auf Speis und Trank freuen – wobei … eigentlich hat sich nichts seither verändert. Und sogar nächtigen kann man heutzutage im einzigen denkmalgeschützten Gebäude Mellaus.
www.nazes-hus.at

IV. Du sollst für Körper und Geist was Gutes tun! Biohotel Schwanen, Bizau

Begriffe wie „Bio“ und „Hildegard von Bingen“ klingen gourmettechnisch nicht wirklich sexy. Wie verführerisch und wohltuend sie aber sein können, beweisen eindrucksvoll die Schwäne von Bizau. Seit der „verlorene Sohn“ Emanuel nach Wander- und Erfahrungsjahren das Ruder übernommen hat, hievt er den Eh-schon-Vorzeigebetrieb auf ein neues Level – nicht nur durch seine Kompetenz in Sachen Service und Innovation. Seither kann sich auch Mama Antonia mit ihren „wilden Weibern“ in der Küche auf ihre Köstlichkeiten und das gleichnamige Überraschungsmenü konzentrieren. Kuren, fasten, schwelgen, genießen – Familie Moosbrugger macht schon vieles richtig im Biohotel.
www.schwanen.at

V. Du sollst dir auch mal was gönnen! Hotel Post, Bezau

Oh wie wunderbar ist sie, die genießerische Dreifaltigkeit aus Essen, Trinken und Wellnessen. Ist man einmal im Kreislauf zwischen Gourmetstube Irma, Weinkeller und Susanne Kaufmann Spa gelandet, will man hier freiwillig nicht mehr weg. Heimische Gustostücke und gereifte Tröpfchen kann jeder anbieten, die Details sorgen für ein Halleluja: Sei es das Parfum der Rezeptionistin, die Verfärbung der Holzschindeln, ja sogar das „Plopp“ der Wein- und Champagnerkorken scheint hier einer Tonleiter zu folgen!
www.hotelpostbezau.com

VI. Du sollst genießen lernen! Gasthaus Adler, Schwarzenberg

Auch wenn es sündhaft gut ist: Man muss kein schlechtes Gewissen haben oder gar an die Beichte denken, wenn man sich den Leckereien von Bernd Reimer hingibt. Ein Schaumsüppchen kommt auch als solches daher, der kross gebratene heimische Fisch lässt sich zartglasig lösen und das knackig-frische Gemüse wird nur durch ein Kräutlein veredelt. Die altehrwürdigen Stuben gehören zu den schönsten Vorarlbergs. Sie wären die perfekte Kulisse für ein letztes Abendmahl.
www.adler-schwarzenberg.at

VII. Du sollst alles sein außer gewöhnlich! Romantik Hotel Das Schiff, Hittisau

Selbst die schwierigsten Entscheidungen können sich als Segen erweisen. Mit Clemens Nachbaur fand man im Hause Metzler einen würdigen Nachfolger für Seniorchefin Erna. Sie führte 40 Jahre lang die Herdgeschicke und bekam mit dem Hofladen „s’Ernele“ ein verdientes Denkmal. Er hingegen setzt seine internationale Erfahrung gleich so gut um, dass im außergewöhnlichen Hotel auch eine der bemerkenswertesten Speisekarten des Landes zu finden ist. Dabei harmonieren Edel-Zutaten wie Trüffel, Steinbutt und Wildente mit heimischen Elementen wie Riebelmais und Wälder Käse.
www.schiff-hittisau.com

VIII. Du sollst den Sonntag würdigen! Adler, Großdorf-Egg

Und am siebten Tag schnappst du deine Familie, besuchst Irma und Paul Renner in ihren Stuben, lässt dich von ihren Sonntagsmenüs überraschen und reservierst am besten gleich für das nächste Wochenende. Ernsthaft: Diese wunderbaren Gastgeber haben mit einer besonderen Idee ein Stück Heimat vor dem Aussterben bewahrt. Das muss man schon aus Prinzip unterstützen. Mal kocht die Hausfrau die Brätknödelsuppe und den Sonntagsbraten, nächstens der Haubenkoch aus Wien ein Flusskrebsmenü und dann wieder „Local Hero“ Milena Broger, die Ideen umsetzt, die sie auf ihren Koch-Reisen aufgeschnappt hat.
www.adler-grossdorf.at

IX. Du sollst der ewigen Jugend frönen! Jöslar, Andelsbuch

Blasphemie! Hier wird gespielt, gesoffen, getanzt, geflirtet und geschmust. Es werden Gerüchte verbreitet, Lügen aufgetischt, Menschen verführt und Nächte durchgemacht – kurz, ein Paradies! In dem die Plätze rar, das Bier kalt, die Partys funky, die Paradiesvögel gut drauf und die warmen „Seelen“ knusprig sind. Letztere, früher Schwaben- und mittlerweile Wälder-Pizza genannt, sind Sandwiches frisch aus dem Ofen, die in so manchen Nächten auch als Lebensretter fungieren.
www.jöslar.at

X. Du sollst immer ans Gute glauben! Wirtshaus Bartle, Riefensberg

Eine Auferstehung von den Toten kann schon etwas Feines sein. Der Weg dorthin ist eher das Problem. Da musste erst ein Dorfcafé (das einzige) seine Türen schließen, bevor sich eine Genossenschaft bildete und aus gemeinsamem Engagement ein neuer Treffpunkt entstand. So zeigt sich das Bartle ebenso hell, sympathisch und einladend, wie die Idee dahinter vermuten lässt. Mehr Regionalität geht fast nicht.
www.bartle.at

Markus Curin
Ausgabe: Reisemagazin Winter 2016-17

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