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Neue Blicke auf die Dörfer

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Neue Blicke auf die Dörfer

Auf dem „Umgang Bregenzerwald“ durch 13 Dörfer entdeckt man die Gestaltungskraft der Menschen in dieser Region.

Da stehen sie also. Schlank, hart und rostig. Natürlich ist es Edelrost – man gönnt sich ja sonst nichts, wenn man eine Stahlsäule am Rand der Wege des „Umgang Bregenzerwald“ ist. Und wozu stehen die Säulen da? Um Aufmerksamkeit zu erregen. Sie wollen den Gästen auf den Wegen ein bisschen zusätzliche Unterhaltung bieten, vorzugsweise unaufdringlich, dafür aber mit Tiefgang – und dazu verweisen sie auf die prächtigen Schauobjekte am Weg, meistenteils Bregenzerwälder Häuser einer beeindruckenden Holzbautradition. Oder auf die neuen Architekturjuwelen, bei denen manche Besucher mit Erstaunen fragen, wer die denn hier errichtet hat.

Eigentlich sollten die Säulen solche Fragen beantworten. Aber dann wären sie keine Bregenzerwälder Säulen, die wie alle hier auf eine Frage mit Gegenfrage antworten. Das wird einem spätestens klar, wenn einem ein Licht aufgeht. Dazu muss man die Säule drücken. Nicht die  ganze, nur einen kleinen Knopf an ihrer Seite. Blickt man dabei in ein kleines Glasguckloch an ihrer Spitze, geht plötzlich ein Licht an und es erscheinen eine Zeichnung sowie ein kurzer Text in Deutsch wie Englisch. Und dieser Text stellt zum Objekt vor der Säule eine Frage.

Das ist kein Problem, wenn man seinen passenden „Umgang Bregenzerwald“-Folder dabei hat. Darin liest man nämlich die Antwort auf die Frage in der Säule sowie weitere interessante Einzelheiten zum Haus oder was immer man gerade vor sich hat. Die Säule dient als eine Art Bohrstange in die Tradition der Gestaltung in dieser Region. Was Menschen hier geschaffen haben, von der Landschaft, geprägt durch die Dreistufenlandwirtschaft, über die Bauernhöfe, Häuser, Möbel und Werkzeuge bis zu den Trachten und Liedern, wird an den Wegen durch die Säulen und in den Foldern durch die Texte ins rechte Licht gerückt.

Durch einen Fingerdruck des Betrachters. Die Säulen hat der Bregenzerwälder Architekt Georg Bechter entworfen. Eine eigene Arbeitsgemeinschaft wickelte im Verbund mit fördernden Mitgliedern das Projekt „Umgang Bregenzerwald“ ab. Und so können sich nun alle hier auf den Umgang machen, um vom Umgang der Menschen mit der Natur, mit Holz oder Stahl, mit Stein oder Tuch, mit Talent oder Käse, mit Fisch oder Fleisch zu erfahren. Zwölf Wege durch dreizehn Dörfer sind es. Die Gäste sollen aber auch von der sprachlichen Gestaltungskraft der Wälderinnen und Wälder erfahren. Daher gibt es auch ein eigenes Buch zum Umgang, in dem man von vielerlei Umgang liest: mit der eigenen Kindheit, der Musik, den Haustieren, der Natur, der Architektur, dem Handwerk, den Frauen, den Wirtsstuben und Hotels, den Hoffnungen und Träumen.

Der Bregenzerwald

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