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Familiengeschichte weitertreiben

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Familiengeschichte weitertreiben

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es das „Tanna“ am Ortsrand von Au, seit 1970 als Hotel. Vor zwei Jahren wurde der Tannahof modernisiert. Nun kommen klassische Bregenzerwälder Optik und französisches Savoir-vivre besser zur Geltung als je zuvor.

Vor rund 170 Jahren war hier nur dichter Urwald. Davon ist längst nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: offen, luftig und hell wirkt das Haus, sowohl in den Zimmern und Suiten als auch im neuen Pavillon. Hier stand vor der Renovierung ein wuchtiger zweistöckiger Anbau, der das Stammgebäude, ein typisches Bregenzerwälder Bauernhaus mit Schindelfassade und mächtigem Satteldach, in den Hintergrund rückte.

„Das Stammhaus abzureißen ging nicht, das hätten wir einfach nicht übers Herz gebracht“, sagt Juliane Moosbrugger-Jourdain. Gemeinsam mit ihrem Mann Guy führt sie seit 1991 den Betrieb und schreibt damit die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern fort. Nach 25 Jahren hatte die Zeit ihre Spuren hinterlassen und die Gastgeber vor die große Frage gestellt: den Betrieb aufgeben oder umbauen? „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, erinnert sie sich. Gemeinsam mit dem renommierten Architekten Helmut Dietrich haben sie eine beeindruckende Lösung gefunden. „Den Bauherren war wichtig, einen zeitgemäßen Hotelbetrieb mit eigener, starker Identität zu schaffen“, erklärt der gebürtige Mellauer Dietrich. „Und mir war wichtig, zu zeigen, dass Bregenzerwälderhäuser das Potenzial für vielfältige Nutzungen bieten, ohne dass ihre Kraft und ihre Substanz zerstört wird.“ Dietrich verbindet eine persönliche Beziehung mit dieser Adresse: Hier ist seine Mutter aufgewachsen.

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Ende Mai 2016 fiel der Startschuss für den Umbau, den hauptsächlich Firmen aus der Region in sechs Monaten umsetzten. Die Reaktionen sind positiv. Neue Gäste sind auf Hotel und Restaurant aufmerksam geworden. „Und viele Stammgäste bleiben in ihren alten, liebgewonnenen Zimmern, lassen sich die neuen aber gern einmal zeigen“, erzählt Juliane Moosbrugger-Jourdain.

 

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Sehenswert sind der großzügige Garten mit Blick auf die Kanisfluh, die historische Stube mit ihren niedrigen Decken und die Panoramaterrasse, auf der an diesem heißen Junitag eine angenehme Brise weht. Besonders beliebt war und ist der Betrieb bei französischen Gästen, insbesondere im Sommer. Das liegt nicht zuletzt an den Sprachkenntnissen der Gastgeber: Küchenchef Guy stammt aus dem Département Doubs im Osten Frankreichs, Juliane hat ein Jahr in Paris gelebt. Auch heute stehen drei Autos mit französischen Kennzeichen auf dem Parkplatz. Wie die anderen Gäste genießen sie „die raffinierte Frischeküche“ und das „leckere Cross-over aus österreichischen und französischen Inspirationen“, wie das Gourmetmagazin „A la Carte“ die kulinarische Linie des Hauses beschreibt. Guys besondere Leidenschaft sind Desserts. An diesem Mittag beispielsweise serviert er Schokomousse mit Himbeer-Paprika-Coulis. Na dann: Bon appétit im Bregenzerwald!

Autor: Thorsten Bayer
Ausgabe: Reisemagazin Sommer 2018

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