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Das mystische Haus

Das mystische Haus

Die Villa Maund, ehemals ein Jagdhaus in den Wäldern von Schoppernau, lockt mit kulinarischen Feinheiten, Berühmtheiten und schönen Festen.

Hopfreben. Schon der Name klingt wie einem Gedicht entnommen. Bis vor wenigen Jahrzehnten hieß es sogar noch Bad Hopfreben. Selbst in dem mit idyllischen Orten reich gesegneten Bregenzerwald ist die uralte Vorsäßsiedlung Hopfreben ein Glanzlicht. Dabei bekommt der in Richtung Hochtannberg reisende Besucher das wahre Meisterstück nicht einmal zu Gesicht. Das liegt nämlich versteckt im Wald, wie es sich für ein richtiges Jagdhaus gehört. Es ist die Villa Maund: das Ideal von einem Jagdhaus. Isabella Kasper, die heute mit ihrem Mann Erwin für kulinarische Lockmittel in der Villa sorgt, erklärt: „Allein schon die Stimmung versetzt einen in eine andere Epoche.

Das Haus hat etwas Mystisches an sich.“ Der Name gehört zum Erbauer der Villa, dem englischen Bankier und Alpinisten Sir John Oakley Maund (gest. 1902). Isabella Kasper erzählt aus der Geschichte: „Das Haus liegt mir sehr am Herzen. Mein Urgroßvater Kaspar Felder, ein Sohn des Dichters und Sozialreformers Franz Michael Felder (siehe Seite 37), hat beim Innenausbau und an Möbelstücken seine Handwerkskunst gezeigt.“ Und weiter: „Mein Großcousin, der Künstler Paul Renner, hat in seiner Villa-Zeit von 1995 bis 2008 begonnen, mit Küchenkunst und anderen Künsten illustren Gästen die Tür der Villa zu öffnen.“

Der Künstler Renner empfing u. a. die Spitzenköche Ferran Adrià und Eckart Witzigmann, die Stararchitektin Zaha Hadid und den Künstler Daniel Spoerri in der Villa Maund. Zur Gänze von Bregenzerwälder Handwerkern erbaut, beherbergt das Haus immer noch vornehme, ja sogar königliche Gesellschaften. Seit 2001 steht es unter Denkmalschutz. „Wir veranstalten dort besondere Feste“, sagt Isabella Kasper. „Zum Beispiel im vergangenen August ein Essen wie zu Kronprinz’ Zeiten. An diesem Abend haben wir aus den Original- Kochbüchern der Frau Schöttel gekocht, der Leibköchin des Kronprinzen Wilhelm v. Hohenzollern. Es gab auch eine Königinnensuppe mit Laubfrosch.“ Da wird man doch neugierig auf die Gäste.

Wer feiert denn nun in der Villa? „Ich darf keine Namen nennen. Wir legen viel Wert auf die Privatsphäre der Gäste und sie schätzen das sehr.“ Schade, da waren unsere Vorfahren noch etwas lockerer. Allerdings mussten die in der Hopfrebner Abgeschiedenheit auch keine ungebetenen Zaungäste fürchten. „Wir nutzen die Villa als exklusiven Rahmen für Veranstaltungen“, erklärt Isabella Kasper: „Die Villa passt für jede Veranstaltung, die einen ganz besonderen Rahmen braucht. Dort einen schönen Abend zu verbringen ist einfach zauberhaft.“ Für den Sommer 2011 ist ein pompöses Sommerfest geplant. „Ganz so, wie man es aus alten Filmen kennt. Eben so, wie es früher einmal war. Und dazu ein Konzert der Extraklasse mit einer sehr bekannten Künstlerin!“ Mehr verrät die Hausherrin nicht. Da wenigstens möchte man ganz gern wieder eine Nacht lang von gestern sein!

Autor: Peter Natter
Ausgabe: Reisemagazin Sommer 2011

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