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Berg, Schnee und Ski

Berg, Schnee und Ski

Die Bizauerin Cornelia Greber und der Bezauer Karl-Heinz Kaufmann lieben den Winter sehr. Und das Skifahren in extremen Situationen.

Tourengehen.

Augen zu. Einatmen.
Vor dem inneren Auge steht man auf dem Gipfel eines wunderbar verschneiten Berges. Gleich wird man seine Spuren in die unberührte Schneedecke schreiben. Was für ein Rhythmus! Dazu das Geräusch der sanft gleitenden Skier. Ausatmen.

Der Nebel sitzt wie festgezurrt an den Hausecken der Stadt. Dort, wo ich mich mit Karl-Heinz Kaufmann treffe, kommt er aber nicht hinein. Es ist ein Café in einem Kaufhaus. Zu viele Menschen mit Wintergesichtern. Zu laute Musik.

Kaufmann jedoch wirkt anders. Er hat eine andere Geschwindigkeit. Trägt einen türkisen Kapuzenpulli zu Freiluftgebräunter Haut. Die holt er sich beim Skifahren. Auf verschneiten Pisten steht er von Berufs wegen – Kaufmann ist Skilehrer und Ausbildner für Bergretter. Außerdem gibt er Kurse in Schnee- und Lawinenkunde. An den Wochenenden aber fährt er zu seinem Vergnügen.

Tourengehen kam erst später. Ein Unfall war schuld. „Mein Vater hatte sich eine Rippe gebrochen und schwor dem Tourengehen ab. Also standen die Ski bei uns herum. Bis ich sie dann einmal auf  der Winterstaude ausprobierte. Und mittlerweile ist das Tourengehen für mich zur Sucht geworden.“

Karl-Heinz Kaufmann kennt viele Arten von Schnee: Pulver-, Papp- oder Triebschnee, Firn oder Bruchharsch. Aber nur eine Gefahr: die Lawine. „Deshalb glaube ich, dass der Alltag am Berg nichts verloren hat. Wenn man während der Tour Probleme wälzt, ist man unkonzentriert und übersieht leicht Wesentliches.“ Man kann sich dem Berg nicht aufzwingen, sondern ihn lediglich so nehmen, wie er ist. An einem Tag eben anders als an einem anderen. Und dann gibt es auch die idealen Tage – die mit den besten Bedingungen für eine Abfahrt.

„Es ist nicht so, dass ich immer mehr Herausforderung brauche, immer extremere Touren. Im Grunde kann es auch der vermeintlich leichteste Berg in sich haben, wenn etwa die Sicht schlecht ist oder Bruchharsch dich fordert. Es geht um das Gesamterlebnis: Berg, Schnee und Ski. Am liebsten ist mir immer noch die Tour direkt von der Haustür in Bezau über die Winterstaude und den Luguntenkopf nach Bizau. Aber natürlich gibt es daneben immer wieder Ausflüge in schwierigere Gefilde.“ Dazu zählen auch Touren im Südtiroler Ortler-Gebiet.

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Rennen fahren.

Augen zu. Langsam durch das Starthaus. Stöcke in den Schnee. Nach vorne beugen. Knie an die Stange. Alle Kraft in die Arme und auf die Stöcke. Piep – piep – piiiiep. LOS!

Cornelia Greber fährt Rennen. Vorzugsweise im Riesentorlauf. Beim Bewerb um den Cup, bei den Landesmeisterschaften
und der Weltmeisterschaft ist sie seit Jahren vorne mit dabei. Stockerlplatz sozusagen sicher. Dass sie nicht so bekannt ist wie etwa Elisabeth Görgl, mag daran liegen, dass Cornelia Greber bei den Senioren mitfährt. Im Skisport zählt man schon mit 30 zu den alten (Ski-)Hasen.

Cornelia Greber ist ein Kind der Piste. Sie mag präparierte Abfahrten, ja sogar das Liftfahren. „Da herrscht eine einzigartige Stille. Wenn es zum Rennen geht, bereite ich mich innerlich vor und überlege, wie ich fahren könnte. Im Kopf gehe ich mögliche Strecken durch. Oder ich schaue anderen von oben beim Fahren zu – das empfinde ich als wahren Urlaub.“

Hin und wieder liebt es die 38-jährige Bizauerin auch extrem. Und wagt sich ins freie Gelände. Dann, wenn das
legendäre Hahnenköpfle-Rennen auf dem Programm steht. Einmal im Jahr führt eines der spektakulärsten Skirennen der Welt vom Kleinen Walsertal über Schönenbach nach Bizau. „Der Start ist auf 1700 Metern Höhe, auf dem Hohen Ifen. Dann geht’s in freier Wildbahn abwärts. An manchen Stellen muss geschoben werden, was mit normalen Skiern eine zusätzliche körperliche Herausforderung darstellt.“

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Dafür wird den ganzen Sommer über trainiert. Überhaupt dient diese Jahreszeit für Cornelia Greber lediglich der Vorbereitung auf den Winter. „Den Sommer mag ich nicht. Da hab ich Heuschnupfen“, lacht sie. „Im Ernst: Da mache ich alles, wovon ich denke, dass ich es im Winter brauchen kann.“ Wie gut, dass der Winter im Bregenzerwald länger dauert und auf seinen Bergen weit heller strahlt als in der nebelverhangenen Stadt.

Autor: Martin Hartmann
Ausgabe: Reisemagazin Winter 2011-12

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