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Krumbach

Krumbach ist für sein Moor bekannt, das den Menschen hier Früchte und Kräuter sowie Weide für alte Haustierrassen bietet, die man eigens wieder zu züchten begonnen hat.

Wanderkarte

In einem Hotel dienen die besonderen Eigenschaften des Moorbodens für Kuren und Wellness. Ganz besonders ist auch die Art der Entscheidungsfindung in der Gemeinde. Alle Menschen, die in Krumbach wohnen, haben die Möglichkeit, über die Entwicklung ihres Ortes in verschiedenen Gremien mitzubestimmen. Das Ergebnis sind international beachtete Projekte wie bus:stop mit Wartehäuschen von Architekten aus aller Welt und regionale Verbesserungen wie „Krumbach glänzt ohne Chemie“ und „Junger Wald“ oder die Programme für Einheimische und Gäste im Rahmen von „Moore Krumbach“.

Der Rundweg interaktiv

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1. Gasthof Adler

Traditionell war bei den meisten Gasthäusern eine Landwirtschaft dabei. Auch im Gasthof „Adler“, der seit sechs Generationen von derselben Familie betrieben wird. Früher lieferte die eigene Landwirtschaft viele Güter für den Gasthof und besonders für seine Küche. Dieser Tradition bleibt man im Adler treu. Daher züchtet man hier selten gewordene Haustierrassen wie Duroc-Schweine, Dexter-Rinder und Merino-Lämmer. In der Küche finden auch saisonale Früchte der Region sowie Wildkräuter aus dem Moor und dem Hausgarten Verwendung und werden zu Köstlichkeiten wie Moorkräuterbrand oder Moorschweinschinken vom Duroc-Schwein verarbeitet.

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2. Restaurant Schulhus

Gabi Strahammer im Schulhus gilt als „Ausnahmeköchin“, wie der Vorarlberger Autor Kurt Bracharz schreibt: „Was mir auffiel: dass alles perfekt war, und ich meine wirklich: alles. Wo und wann hatte ich zuletzt diesen Eindruck? Ich kann mich nicht erinnern. Irgendeine Kleinigkeit fällt eigentlich immer aus dem Rahmen. Es ist eben niemand perfekt. Außer vielleicht Gabi Strahammer.“ Hier die Zutaten aus dem Krumbacher Moor für ihre Moor-Limonade: Mädesüß, Moorbeere, Preiselbeere, Holunderblüten, Holunderbeeren, Waldmeister, Echtes Labkraut, Tannenwipfel und Wilder Thymian.

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3. Bushaltestelle

Krumbach legt großen Wert auf den öffentlichen Nahverkehr. Davon zeugt das große Dach der Busstation im Ortskern. Sie bildet das Zentrum eines Architekturprojekts namens BUS:STOP. Man lud internationale Architekten ein, an den weiteren Bushaltestellen Bauskulpturen statt der üblichen Haltestellen zu gestalten. Der Direktor des Architekturzentrums Wien, Dietmar Steiner, suchte dazu sieben aus der ganzen Welt aus. Lokale Architekten und Handwerker setzten die Entwürfe um.

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4. Generationenhaus

Vorwiegend zwei Bevölkerungsgruppen brauchen neue Wohnungsformen: alleinstehende Alte und Junge, die aus dem Elternhaus ausziehen. Die Wohnungen sollen ihren Bedürfnissen entsprechen – vor allem ihrem Wunsch nach sozialen Kontakten und entsprechenden Einrichtungen. So ist die Nähe zu sozialen Dienstleistern, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen gefragt. Erschwinglich muss die Wohnung sein, barrierefrei, robust und gut gestaltet. Mit seinem Generationenhaus entspricht Krumbach diesen Wünschen: Es ist ein Mix von Ein- bis Vierzimmerwohnungen in Eigentum wie in Miete. Dazu kommen Arztpraxis, Büros, Gemeinschafts- und Begegnungsräume.

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5. Wohnanlage

Das freistehende Einfamilienhaus als „heilige Kuh“ wird zunehmend kritisch gesehen: Landverbrauch, steigende Baukosten, geringe Anpassungsfähigkeit an andere Lebensformen für Alt wie Jung lauten die Argumente. Andere Wohnformen sollen auf dem Dorf ermöglicht werden. So etwa Geschoßbauten, Mietwohnungen oder Betreuungsmodelle. Freilich sollen sie ins Dorfbild passen. Das Vorbild alter Bauernhäuser erleichtert es: ein großes Haus aus Holz, ein Dach mit geradem First und eine neue Form des alten Schopfs. Mit solchen Elementen lässt sich zeitgemäßer Wohnbau, wie dieses Beispiel zeigt, ortsgemäß im Dorf umsetzen.

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6. Haus B.

Dieses ehemalige Bauernhaus zeugt wie auch der Neubau der Kirche von der wirtschaftlichen Blüte des Dorfs zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Wie im benachbarten Allgäu stiegen die landwirtschaftlichen Erträge durch die Vereinödung. Dabei wurden die Häuser aus dem Dorf hinaus auf die Felder verlegt. Das Gebäude ist ein typisches Vorderwälder Mittelflurhaus. Mit seinem betont symmetrischen Giebel und den Schmuckelementen folgt es dem klassizistischen Zeitgeist. Die Sanierung 2008 – 2010 sicherte den Baubestand des Wohnteils. Viele Bauteile wurden originalgetreu erneuert. Tenne und Scheune wurden dagegen ausgebaut: mit Treppe, großem Wohnraum, Einliegerwohnung und Terrasse.

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